Jungjägerausbildung

  Der Weg zum Jagdschein

„Viele Wege führen nach  Rom“ heißt es nach einem Sprichwort.

So ist es auch mit dem Erwerb des Jagdscheines. Egal ob ein Vorbereitungskurs bei einer Jagdschule oder Jägerschaft absolviert wird, immer sollte man sich vorher über das Preis/
Leistungsverhältnis, die Qualität der Ausbildung und der Ausbilder, sowie den Ausbildungsort und nicht zuletzt über die Dauer der Ausbildung
ausreichend informieren.

Die Jägerschaften Fallingbostel und Soltau führen seit vielen Jahren erfolgreich Vorbereitungskurse zum Erwerb des Jagdscheines durch,
dabei kann sich die Erfolgsquote zur Erlangung des so genannten  „Grünen Abiturs“ durchaus sehen lassen.

Wurden bisher ausschließlich auf der Ebene der Jägerschaften  Kurse mit einer
Dauer von 7 Monaten angeboten, ist nun aufgrund steigender Nachfrage auch ein Kompaktkurs während des Zeitraumes der Sommerferien in Niedersachsen in das Ausbildungsprogramm aufgenommen worden.

Der Halbjahreskurs

Der Kurs der Jägerschaft Fallingbostel beginnt immer in der 2. Septemberwoche.
Theoretischer Unterricht findet jeweils am Montag und am Donnerstag von 19.00 – 21.30
Uhr auf dem Schießstand in Krelingen statt.
Die Ausbildung erfolgt nach moderner Methodik durch erfahrene Jäger, Tierärzte, Büchsenmacher und Forstbeamte.


An einigen  Wochenenden finden  Reviergänge, Besuche von Wildtiergehegen,
Teilnahme an Kettensägen - und Fallenlehrgängen statt.

Bereits im Dezember erfolgt als erster Prüfungsteil die Schießprüfung.

Zur Vorbereitung auf die Prüfung finden 6 Wochen vorher  im Abstand von 14 Tagen 2 praktische Ausbildungsveranstaltungen statt, in denen die mdl. praktische Prüfung
dargestellt und durchgeführt wird.

Den Ausbildungskurs findet seinen Abschluss dann Ende März/Anfang April mit der schriftlichen und
mdl. praktischen Prüfung.

Der Kompaktkurs

Die Kursdauer ist auf 3 Wochen angelegt. Unterricht findet an jedem Tag, einschließlich  Sonnabend statt.
Lehrgangsbeginn ist immer die erste Woche nach Beginn der Sommerferien in Niedersachsen.                                                                                                        


 Die Ausbildung erfolgt durch erfahrene Jäger und Forstbeamte auf dem Schießstand der Jägerschaft Fallingbostel/Soltau in Krelingen.
Kurze Wege zwischen theoretischer, praktischer und -Schießausbildung bilden hier einen idealen Rahmen für eine Erfolg versprechende Ausbildung.
Die Unterrichtsmethoden sind modern und praxisbezogen. 
Nach Absprache mit den Lehrgangsteilnehmern wird vor  Ort auch für das leibliche Wohl gesorgt.
Für auswärtige Teilnehmer werden verschiedene Möglichkeiten der Unterbringung gegen
Entgelt angeboten.
Die Durchführung des Kurses ist abhängig von der Teilnehmerzahl.
Minimum: 10 Teilnehmer (in Ausnahmefällen auch geringer).
Maximum: 15 Teilnehmer

Wer kann an einer Prüfung zum Jagdschein teilnehmen?

Zur Jagdscheinprüfung kann sich jede/jeder Bürgerin/Bürger anmelden die/der zum Zeitpunkt der Prüfung mindestens 15 Jahre und 6 Monate alt ist und nach Überprüfung (Polizeiliches Führungszeugnis) durch die Jagdbehörde als zuverlässig und unbescholten gilt.

Die Teilnahme an einem Vorbereitungskurs wird vom Gesetzgeber nicht vorgeschrieben, ist aber sehr zu empfehlen.

Fachgebiete der Jägerprüfung

1.    Dem Jagdrecht unterliegende und andere frei lebende Tiere

-    Biologie sowie ökologische Ansprüche, Verhalten und Bedürfnisse der
-    wichtigsten in der Bundesrepublik vorkommenden  wild lebenden Tiere
-    Grundlagen der Populationsdynamik

2.    Jagdwaffen und Fanggeräte

-    Jagdwaffenkunde
-    Umgang mit Lang- und Kurzwaffen, blanken Waffen, Optik, Zielhilfen und sonstigen Jagdgeräten sowie deren Pflege und Verwahrung
-    Fanggeräte und Praxis der tierschutzgerechten Fangjagd
-    Unfallverhütungsvorschriften.


3.    Naturschutz, Hege und Jagdbetrieb

-    Grundlagen der Wechselbeziehungen des Natur- und Artenschutzes und des Land und Waldbaus
-    Biotopschutz und –gestaltung
-    Kenntnis der wichtigsten Feldfrüchte, Baum- und Straucharten
-    Jagdmethoden, Verhalten auf der Jagd, Jagdeinrichtungen, Sicherheitsbestimmungen
-    Kenntnis der Jagdsignale, Jagdschutz, Wild – und Jagdschäden.

4.    Behandlung des erlegten Wildes, Wildkrankheiten, Jagdhundewesen, jagdliches Brauchtum

-    Versorgung und Verwertung des Wildes, Wildbrethygiene
-    Wildkrankheiten
-    Grundlagen des Jagdhundewesens, Kenntnis der Jagdhunderassen
-    zeitgemäßes jagdliches Brauchtum, Waidgerechtigkeit

5.    Jagdrecht und verwandtes Recht

-    Bundes – und Landesjagdrecht Niedersachsen einschließlich
-    des zugehörigen Artenschutzrechtes
-    Waffenrecht
-    Tierschutz-, Tierseuchen – und Tierkörperbeseitigungsrecht
-    Recht des Naturschutzes und der Landschaftspflege einschließlich des zugehörigen Artenschutzrechtes
-    Recht des Waldes und der Landschaftsordnung, insbesondere Betretungsrecht.


Nähere Details zur Jägerprüfung und weitere interessante Infos finden Sie auf den entsprechenden Seiten des Niedersächsischen Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Verbraucherschutz  und den ländlichen Raum unter:
www.ml.niedersachsen.de/master/C11856050_N19471265_L20_D0_I655.html

Die Jägerprüfung

Auszug: komplette Prüfungsbedingungen siehe folgender Link:
http://www.ml.niedersachsen.de/live/live.php?navigation_id=18610&article_id=5226&_psmand=7

Die Jägerprüfung in Niedersachswen besteht aus 3 Prüfungsteilen

1. Prüfungsteil - Schießprüfung -

 Schießdisziplin Ziel Anzahl der 
Schüsse/Tauben
  Mindestergebnis
Art der Ausführung
 Büchse (für Schalenwild erlaubte Kaliber und Laborierungen) Rehbockscheibe
 5 Schüsse
 100m  25 Ringe
 Anschlag stehend angestrichen,
Visierung und Optik beliebig
 Flinte (Kaliber 20 oder stärker)
 Tontauben  15 Stück    5 Treffer  Skeet oder Trap
 Büchse mindestens Kaliber 223 Win.  lfd. Keiler  5 Schuss  50m  2 Treffer
stehend freihändig (jagdl.)

 

2. Prüfungsteil -schriftliche Prüfung-

Der Prüfling hat in der schriftlichen Prüfung in jedem der in der Anlge 1 gennanten Fachgebiete 20 Fragen im Multiple-Choice-Verfahren unter Aufsicht zu beantworten. Die Bearbeitungszeit für die Fragen eines Fachgebiets beträgt 30 Minuten. Die Fragen wählt das vorsitzende Mitglied der Prüfungskommission aus einem Fragenkatalog der obersten Jagdbehörde aus.

3. Prüfungsteil - mdl. praktische Prüfung

(1) Die mündlich-praktische Prüfung wird in einem Jagdrevier abgehalten und erstreckt sich auf die in der Anlage 1 genannten Fachgebiete. zu Beginn werden auf dem Jagdhorn fünf Jagdsignale geblasen, aus denen der Prüfling die drei sicherheitsrelevanten Leitsignale "Anblasen des Treibens", "Treiber in den Kessel" und "Aufhören zu schießen" erkennen muss.

(2) Die Jägerprüfung hat nicht bestanden, wer

  1. die in Absatz 1 Satz 2 genannten drei Leitsignale auch nach einmaliger Wiederholung der fünf Jagdsignale nicht erkannt hat oder
  2. beim Umgang mit der Schusswaffe einen Fehler begangen hat, der ihn selbst oder andere hätte gefährden können.

 

Achtung: Die Jägerprüfung wurde zum 01.07.2012 geändert. Bei Nichtbestehen der Prüfung muß nicht mehr die komplette Prüfung wiederholt werden. Nunmehr reicht es aus, dass der  Prüfling nur noch den Prüfungsteil wiederholt, in dem er die geforderten Leistungen nicht erbringen konnte.

 

Der Ausbildungsort

Der Ausbildungsort  - der Schießstand Krelingen – befindet sich verkehrsgünstig gelegen, in  Walsrode, OT Krelingen in unmittelbarer Nähe zur Autobahn 7 und 27 am Walsroder Dreieck.

Anfahrtsskizze des Schießstandes

Die nähere Umgebung bietet mit der Hermann – Löns - Stadt Walsrode, dem Löns-Museum,  Vogelpark Walsrode,  Serengetipark in Hodenhagen und dem Naturschutzpark Lüneburger Heide  –Wilsede-, Greifvogelgehege Bispingen, sowie  der Wildtieraufzuchtstation  Mittelstendorf, eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten und Attraktionen in unmittelbarer Nähe an.  Für mitreisende Angehörige bieten sich Ausflugsziele
in Celle (historische Altstadt) oder Hannover (Herrenhäuser Gärten) an.
Weiterhin sind das Schnoorviertel in Bremen, Otterzentrum in Hankensbüttel und das Museumsdorf Hösseringen interessante Ziele.

Der Schießstand

Der moderne, in den letzten Jahren fertig gestellte Schießstand, bietet alle Möglichkeiten
zum Erlernen des jagdlichen Schießens.

Auf 8 Schießbahnen können Waffen eingeschossen, das jagdliche Schießen auf den stehenden Rehbock, die Keilerscheibe und auf den sitzenden Fuchs eingeübt werden.

Zwei weitere Schießbahnen sind für den laufenden Keiler und das Kurzwaffenschießen vorhanden.

Weiterhin steht eine Kipphasenanlage zur Verfügung.

Auf 2 Wurftaubenständen für die Disziplinen Skeet und Trap, leiten erfahrene Schießausbilder die Anwärter an und sorgen für eine optimale Vorbereitung der Schießprüfung.
Die neue Trapanlage ist mit 5 modernen Wurfmaschinen ausgestattet.
Leihwaffen – Flinten und  Büchsen – stehen selbstverständlich unentgeltlich zur Verfügung.